Die Macht der Visualisierung!

RÜCKBLICK 16 aus dem #TagebucheinerTräumerin:

 

„Du bist doch schon längst Autorin! Wenn du das endlich begreifst und annimmst, dann passiert alles andere von selbst.“ Nach dem Treffen des Hexenzirkels hallten Nicoles magische Worte lange nach. Das ganze Wochenende verbrachte ich damit, eine Autorin zu sein. Zumindest im Kopf!
Doch dann kam der Montag! Zurück in der Baby-WG versuchte ich es immer noch mit der Technik der Visualisierung! Vor meinem inneren Auge versuchte ich mir das Cover meines zukünftigen Buches vorzustellen. Doch dann entdeckte ich gelblichen Schleim an Leas Auge. Für eine Schrecksekunde war ich wieder voll und ganz Tagesmutter mit Angst vor einer hochansteckenden Augenentzündung, die den ganzen Laden lahmlegen würde🤤, doch dann schnappte ich mir schnell Anton und ein Bilderbuch.

Schnell bekam ich viele weitere Zuhörer, und schon sah ich mich in Gedanken in meiner ersten Lesung, umringt von fröhlichen Kindergesichtern🤗, die meine Geschichte feierten.Bis ein Aufschrei😲 diesen wunderbaren Moment zerstörte, und ich viel zu spät bemerkte, dass Anton bereits einen Büschel blonder Haare in seinen kleinen Patsche-Händchen hielt.

Mit Erleichterung im Herzen, dass er Lea immerhin nicht gebissen hatte, nahm ich Anton zur Sicherheit mit mir in die Küche. Meine Kollegin würde schon irgendwie mit der wilden Horde zurechtkommen. Schließlich hatte ich im Kopf bereits eine Einladung zur Talkshow „3 nach 9“!

Während ich als neuer Stern am Kinderbuchhimmel von Giovanni di Lorenzo interviewt wurde und gleichzeitig Gemüse schnippelte, bemerkte ich nicht, dass Anton nach und nach die Küche zerlegte.

RIESENCHAOS!😣

Ich nahm mir fest vor, wieder mit ganzem Herzen Tagesmutter zu sein. Aber ich konnte doch unmöglich die Verleihung des Kinderliteraturpreises absagen?
Ob ich ihn gewonnen habe? Keine Ahnung, denn in all dem Ruhm hatte ich völlig vergessen, Anton die Windel zu wechseln! Was sich grausam rächte, als ich ihn, während der Laudator die Bühne betrat, auf den Schoß nahm.😤

Immerhin ist mir eines ist seither klar:

Ich kann unmöglich gleichzeitig Vollzeit-Tagesmutter und Autorin sein!

Ein Plan B muss her!